Ein gesundes Kind sprudelt über vor Begeisterung, Erregtheit und Neugier. Tragischerweise, wenn es in der frühen Kindheit an Wärme und Sorgfalt fehlt, kapselt sich in ein Kind oft ab und wendet sich gänzlich nach innen, lebt zurückgezogen, misstrauisch, wortkarg ... ausgesperrt auch von seiner näheren Umgebung.
Im Zion-Waisenhaus zielen wir primär darauf ab, einem solchen Jungen behutsam zu helfen, ihm Wege aus seiner Isolation aufzuzeigen. Eine unserer erfolgreichsten Methoden ist die tiergestützte Therapie im Mini-Zoo auf unserem Campus. Geleitet von einem professionellen Therapeuten, lernt ein Junge, vom "Überlebensmodus" Abschied zu nehmen und sein Innenleben zu teilen.
Bei der Pflege von Kaninchen, Schildkröten und Vögeln entwickelt er Einfühlungsvermögen und Mitgefühl anderen Geschöpfen gegenüber und hilft dadurch dem liebenden Teil seines Selbst auf die Beine, das nunmehr sichtbar wird.
In der stressfreien Atmosphäre einer bedingungslosen Akzeptanz erleichtern wir den Jungen, ihre Gefühle von Angst und Isolation abzuschütteln. Mit der Zeit baut das neu gewonnene Vertrauen und Zutrauen die alten Mauern ab, bis sie ganz verschwinden. Der Junge hat jetzt neue Horizonte.